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ERÖFFNUNGSKONZERT: "Bilder einer Ausstellung"

Philippe Graffin | Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Foto © Marco Borggreve
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Aurich | Lambertikirche

24. Juli 2015
20:00 Uhr

Programm

W.A. Mozart Sonate für Violine und Klavier e-Moll
WOLFRAM KÖNIG Violine | ANNA MAGDALENA KOKITS Klavier

Modest Mussorgsky „Bilder einer Ausstellung“
IWAN KÖNIG Klavier

Gabriel Pierné „Impromptu Caprice“
MIRIAM OVERLACH Harfe

Maurice Ravel Klaviertrio a-Moll
PHILIPPE GRAFFIN Violine | IWAN KÖNIG Klavier | RUDOLF LEOPOLD Violoncello

Zum Konzert

1874 komponierte Mussorgsky seinen Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ inspiriert durch die Ausstellung zum Gedenken seines Malerfreundes Victor Hartmann. 1922 orchestrierte Maurice Ravel die „Bilder einer Ausstellung“ und machte sie dadurch weltberühmt. Der Violinist Philippe Graffin ist seit vielen Jahren eine herausragende künstlerische Instanz auf den Bühnen der Welt und ein Erfolgsgarant bei Konzerten des Musikalischen Sommers. Seine erste Aufnahme machte er mit Yehudi Menuhin und dem Royal Philharmonic Orchestra, die Violinkonzerte von Coleridge-Taylor erarbeitete er mit den BBC Proms. Der Komponist Ravel und dessen faszinierendes „Klaviertrio“ liegt dem Franzosen besonders am Herzen.  Prof. Wolfram König, Gründer und künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers, eröffnet mit Mozarts 1778 entstandenen einzigen Moll-Sonate aus dem Mannheimer-Zyklus das diesjährige Festival.

kultureller Streifzug

“Auf den Spuren der ehemaligen jüdischen Gemeinde” – Stadtrundgang durch Aurich
1930 lebten rund 400 Juden in Aurich. Die Nazis ermordeten mehr als 300 von ihnen in den Vernichtungslagern. Von den Überlebenden kehrte niemand zurück. Wir folgen den Spuren jüdischen Lebens am Standort der Synagoge, an Wohn- und Geschäftshäusern oder auf dem jüdischen Friedhof. Wir erhalten Einblicke in die Geschichte der Juden in Ostfriesland und die Entwicklungen in der NS-Zeit bis April 1940, als gemeldet wurde „Aurich ist judenfrei!“

Uhrzeit: 17.30 – 19.00 Uhr
Treffpunkt: Historisches Museum, Burgstraße 25, 26603 Aurich

Förderer

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Harfe

Miriam Overlach, Harfenistin und innovative Musikerin bewegt sich in ihrem Arbeiten immer zwischen dem Bewahren von Traditionen einerseits und Erneuerung und Grenzüberschreitung andererseits. Sie spielt in Ensembles für neue Musik und Orchestern, tritt als Solistin und Kammermusikerin auf, improvisiert mit Musikern aus Klassik und Jazz und arbeitet mit Künstlern anderer Disziplinen.Miriam war erste Preisträgerin des Vriendenkrans Concours (Solistenwettbewerb des Concertgebouw Amsterdam) sowie des Niederländischen Harfenwettbewerbes 2007, des Grachtenfestival Conservatorium Concours 2006 und des Internationaal Harp Concours Martine Géliot 2002. 2008 erhielt sie im Deutschen Musikwettbewerb einen Stipendienpreis und wurde in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen.

In den letzten Jahren gab Miriam zahlreiche Solo- und Kammermusikrecitals in den Niederlanden und Deutschland u.a. im Kleinen Saal des Concertgebouw Amsterdam, im kleinen Sendesaal des NDR in Hannover, im Musikverein Bamberg, und im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland und dem Peter de Grote Festival. Nach dem erscheinen ihrer Solo-CD 2008 brachte sie 2010 zwei Kammermusik CDs heraus: Die eine mit ihrem Ensemble Lumaka mit dem sie 2009 den Preis des besten debütierenden niederländischen Ensembles erhielt, die andere ‘Noel de France’ mit Kammermusik des frühen 20sten Jahrhundert zum Thema Weihnachten beim deutschen Label Kamprad.Miriam spielt regelmässig mit dem Concertgebouw Orchester, den Niederländischen Radioorchestern, dem Nederlands Philharmonisch Orkest und dem Gelders Orkest und ist gern gesehener Gast in Ensembles für zeitgenössische Musik, wie dem Asko|Schönberg und Ensemble Modern Frankfurt.

Aus Miriams Neugier an aktuellen Entwicklungen in Kunst und Musik ergaben sich verschiedene Tätigkeitsfelder im Bereich alternative Konzertformen und Musiktheater, wie z.B. in Produktionen mit Corrie van Binsbergen, Musiktheater Transparant und Radio Kootwijk Live. Ihre Liebe zu zeitgenössischer Musik findet sich in diversen Zusammenarbeiten mit Komponisten und improvisierenden Musikern wieder, sowie auch in der im letzten Jahr entstandenen Homepage www.composingforharp.com.Miriam studierte bei Erika Waardenburg am Conservatorium van Amsterdam und erhielt ihr Masterexamen 2006 mit Auszeichnung. Sie nahm an Meisterkursen bei Frans van Ruth, Brigitte Sylvestre, Emilia Moskvitina, Isabelle Perrin und Frédérique Cambreling teil. 2007/08 war sie Mitglied der Luzern Festival Academy wo sie unter Peter Eötvös und Pierre Boulez spielte und u.a. in Japan und der Carnegiehall in New York auftrat.

http://www.miriamoverlach.com/

Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold | Violoncello

Rudolf Leopold wurde in Wien geboren und studierte an der Wiener Musikhochschule bei Richard Kortschak und Tobias Kühne. Daneben betrieb er auch ein Klavier- und Kompositionsstudium. Als Mitglied des Franz-Schubert-Quartetts (1974 bis 1983) festigte er international seinen Ruf als Cellist.

1983 bis 1990 war Rudolf Leopold Dozent für Kammermusik an der Wiener Musikhochschule, danach trat er eine Stelle als ordentlicher Professor an der Kunstuniversität in Graz an. Er war bis zu seiner Auflösung im Jahr 2000 Mitglied des weltberühmten Wiener Streichsextetts, mit dem Rudolf Leopold Tourneen in ganz Europa, in die USA und nach Japan unternahm und auch zu den Salzburger Festspielen und zum Edinburgh Festival eingeladen wurde.

Er wirkte lange Zeit in Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien mit und war und ist nebenher auch als Solist erfolgreich tätig. Als solcher hat er neben selten gespielten Cellokonzerten, wie z. B. jenen von Monn, Enescu und Dohnányi, schon einige moderne Werke mit Orchester uraufgeführt. Eine seiner großen Lieben gilt auch der Kammermusik, der er in verschiedensten Besetzungen und mit prominenten Partnern und überall auf der Welt frönt. Rudolf Leopold spielt auf einem italienischen Cello aus dem Jahre 1679, dessen Boden von Andrea Guarneri stammt.

Quelle: styriarte.com

Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits | Klavier

Anna Magdalena Kokits wurde 1988 in Wien geboren. Ersten Klavierunterricht bekam sie im Alter von vier Jahren und fand schon wenige Jahre später in Alejandro Geberovich (*1948 Buenos Aires) ihren idealen Lehrer und Mentor, bei dem sie 2013 ihre Studien an der Konservatorium Wien Privatuniversität abschloß. Als Preisträgerin

zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe zog sie bald Aufmerksamkeit auf sich und konzertierte schon in jungen Jahren als Solistin mit Orchestern wie dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich und den Moskauer Virtuosen. Neben der Verfolgung ihrer Solokarriere, die sie rasch zu einem gern gehörten Gast bei Festivals in vielen Ländern Europas machte, entdeckte sie schon früh ihre Liebe zur Kammermusik: von 2007 bis 2014 war der Cellist Alexander Gebert ihr Duopartner, mit dem sie regelmäßig Konzerte im Wiener Musikverein gab – diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist auch auf einer 2015 erscheinenden CD dokumentiert. Daneben konzertiert sie mit renommierten Musikerkollegen wie Dimitri Ashkenazy, Eduard Brunner, Chen Halevi, Lars Wouters van den Oudenweijer, Herbert Kefer, dem Bennewitz Quartett u. a.

Die Pianistin engagiert sich konsequent für zeitgenössische Musik und arbeitet eng mit den Komponisten Richard Dünser, Tomasz Skweres, Helmut Schmidinger, Thomas Larcher, Christoph Renhart und Lukas Haselböck zusammen.

Außerdem widmet sich Anna Magdalena Kokits neben dem Standardrepertoire mit besonderem Interesse auch unbekannten oder vergessenen Werken: So arbeitet sie derzeit etwa an der Ersteinspielung sämtlicher Klavierwerke von Ernst Toch (1887-1964) sowie an einer zur Gänze Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) gewidmeten CD.

www.annamagdalenakokits.com/

Philippe Graffin, Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Violine

Der Geiger Philippe Graffin  hat mit seinen Interpretationen des französischen Repertoires internationale Maßstäbe gesetzt. Als einer der wenigen Studenten von Josef Gingold, der selbst Schüler von Ysaye war(dem fast alle der Violinwerke der damaligen Zeit gewidmet waren) ist dies vielleicht sogar „natürlich“. Philipp Graffin machte seine ersten CD-Aufnahmen mit Yehudi Menuhin als Dirigenten und dem Royal Philharmonic Orchetra. Seither hat er viele weit beachtete Einspielungen (inklusive vieler Uraufführungen) auf den Markt gebracht, die ihn als interessanten und hinterfragenden Künstler zeigen. Er hat verschiedene (original eingerichtete Werke)  wiederentdeckt, darunter Chaussons Poème für eine kleine Besetzung  und  eine Version von Ravels Tzigane .Auch hat er völlig vergessenen Werken wieder zur Anerkennung verholfen, darunter das Violinkonzert von Gabriel  Fauré und ein Violinkonzert der englischen Komponisten Coleridge Taylor.  Beide  Konzerte spielte er bei den BBC Proms und nahm sie auch auf CD auf. Die Liste der Einspielungen (bei  Hyperion Records)  von Philippe Graffin ist lang und umfasst auch das Gesamtwerk von Chausson. Philippe Graffin ist Gründer und künstlerischer Leiter des „Consonances“ Kammermusikfestivals in St. Nazaire. Er spielt eine Domenico Busano Geige , die aus dem Jahre 1730 ist und in Venedig gefertigt wurde

Iwan König Foto: Karsten Gleich
Iwan König © Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur Schnabel Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.

Wolfram König
Foto © Karsten Gleich
Wolfram König | Violine

Wolfram König hat als Solist und Kammermusiker in ganz Europa, Asien, USA und Afrika konzertiert sowie Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen produziert. Er war Professor an der Chinesischen Kulturuniversität Taipeh, der Musashino Musikakademie in Tokio, der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und lehrt jetzt am Prayner Konservatorium für Musik und dramatische Kunst in Wien. Viele seiner Schüler sind erfolgreiche Solisten, Kammermusiker und Mitglieder bedeutender Orchester in Europa, Japan und den USA. Wolfram König ist der Begründer und Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Sein neuestes Buch mit Begleit-DVD ist soeben erschienen.