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„GOETHE-MENDELSSOHN“: Szenische Lesung mit Musik

Hanjo Kesting | Foto: Peter Köhn
Hanjo Kesting | Foto: Peter Köhn
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Gödens | Schloss

8. August 2015
20:00 Uhr

Programm

Das Doppel-Glück der Töne wie der Liebe:
Felix Mendelssohn in Goethes Weimar

Ein literarisch-musikalischer Abend von
Hanjo Kesting

Mit SIEGFRIED W. KERNEN | HENNING NÖHREN | BENITA RINNE | HANJO KESTING Lesung | GUNDEL DECKERT Klavier

 

Zum Konzert

Vielleicht gab es keinen glücklicheren Augenblick im Verhältnis von Juden und Deutschen als die Begegnung zwischen dem alten Goethe und dem jungen Felix Mendelssohn in Weimar. Am 4. April 1816 stattete der Berliner Bankier Abraham Mendelssohn Goethe einen Besuch in Weimar ab. Er brachte seine Tochter Fanny und den siebenjährigen Sohn Felix mit. Goethe fand Gefallen an den Kindern und begründete vor allem mit Felix eine dauerhafte Beziehung. Durch ihn lernte er die Werke Bachs und Beethovens kennen, und er nahm von fern Anteil an der Wiederentdeckung der Matthäuspassion durch Mendelssohn im März 1829. Hanjo Kesting hat die Dokumente der Beziehung Goethe-Mendelssohn für eine szenische Lesung mit Musik zusammengestellt.

kultureller Streifzug

Führung durch den Schlosspark Gödens
Schloß Gödens, das bedeutendste Wasserschloß Nordwestdeutschlands, wird von einem 12 ha großen Park mit Graften, Brücken und imposanten Alleen umgeben. Die Baumkulisse mit der darüber ragenden Schloßspitze signalisiert schon von Fern die Herrlichkeit Gödens. Gestaltet wurde die Parkanlage ursprünglich barock, wovon das Eingangstor von 1653 zeugt, und später durch Stilelemente des englischen Landschaftsgartens ergänzt.

Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Gödenser Straße, Schloss Gödens, 26452 Sande-Gödens

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Sigfried W. Kernen | Foto: Christian Leppin
Sigfried W. Kernen | Foto: Christian Leppin
Siegfried W. Kernen | Rezitation

Siegfried W. Kernen wurde am 6. Juni 1940 in Bandelin in der Nähe von Greifswald geboren; seine Kindheit und Jugend verbrachte er in der Schweiz am Zürichsee. Nach verschiedensten Tätigkeiten, so als Lehrer und Journalist, begann in den 1970er Jahren seine Karriere als Schauspieler. Nach Verpflichtungen unter anderem an Theatern in Bonn und Berlin stand er ab 1982 für drei Jahre mit unterschiedlichsten Rollen am Hamburger “Thalia Theater” auf der Bühne, ebenso wie von 1997 bis 2000. Danach arbeitete Kernen als freier Schauspieler an verschiedensten Bühnen, brillierte beispielsweise als Theobald Maske in Sternheims Lustspiel “Die Hose” oder als Johann Sebastian Bach in “Mögliche Begegnung” von Paul Barz am Winterhuder Fährhaus. 2002 begeisterte er am “Ernst Deutsch Theater” als Mephisto in Goethes “Faust I”, wenige Monate später stand er bei den Nibelungen-Festspielen mit Mario Adorf in Worms auf der Bühne.

Zum Fernsehen kam der Schauspieler Mitte der 1970er Jahre und war seither vom Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Neben zahllosen Rollen in beliebten Krimi-Reihen wie “Ein Fall für zwei”, “Großstadtrevier”, “Peter Strohm”, “Derrick”, “Der Alte”, “Männer vom K3″ oder “Tatort” wurde er vor allem ab 1982 über zehn Jahre lang mit seinem Part des Zollfahnders Hobel in den Wirtschaftskrimis “Schwarz-Rot-Gold”1) neben Uwe Friedrichsen als Zollfahnder Zaluskowski ungemein populär.

In Mehrteilern/Serien wie “Die Pawlaks – Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet”2), “Engels & Consorten”, “Der Elegante Hund”, “Der Landarzt” oder “Forstinspektor Buchholz” konnte Kernen mit prägnanten Nebenrollen seine schauspielerische Vielseitigkeit ebenso beweisen wie in erfolgreichen Fernsehspielen. In Dieter Wedels Mehrteiler “Wilder Westen, inclusive”1) (1988) mimte er den Mr. Keiffenheim, in Urs Odermatts Spielfilm “Der Tod zu Basel”1) (1990) den als Gerichtsmediziner Huber. Man erlebte Kernen beispielsweise in Krimis wie “Der Absurde Mord” (1992) oder “Lautlose Schritte” (1996), in Dramen wie “Zerrissene Herzen” (1996) und “Davids Rache” (1997). Bis Ende der 1990er Jahre stand Kernen für TV-Spiele wie “Napoleon Fritz” (1997), “Der Weihnachtsmörder” (1997), “Ein Vater sieht rot” (1997), “Wut im Bauch” (1998) oder “Eine Frau mit Pfiff” (1998) vor der Kamera, 2001 erlebte man ihn als Richter Walter Türolf in Dokudrama “Jud Süß – Ein Film als Verbrechen?”3) sowie in jüngerer Zeit als Anwalt Dr. Böttner in dem hochkarätig besetzten zweiteiligen Politthriller “Im Schatten der Macht”1) (2003), dem sensiblen Porträt des schon zu seinen Lebzeiten zum Mythos gewordenen Politikers Willy Brandt von Oliver Storz. Weitere Auftritte hatte Kernen beispielsweise in dem Tatort “Der Name der Orchidee”4) (2005), in der “Polizeiruf 110″-Folge “Die Prüfung”5) (2005) und Marcus O. Rosenmüllers Drama “Kunstfehler”3) (2005).

In den letzten Jahren erlebte man Kernen nur noch sporadisch auf dem Bildschirm, etwa als Peter Glaser in der Episode “Der Besuch der alten Dame”6) (EA: 20.03.2012) aus der Krimi-Serie “Morden im Norden”1), in der turbulenten “Tessa Hennig”-Story “Elli gibt den Löffel ab”3) (EA: 28.10.2012) zeigte er sich neben Titelheldin Michaela May als Johann. Eine interessante Figur war die des jüdischen Arztes bzw. Politikers Johann Jacoby1) in Bernd Fischerauers zweiteiligem Dokumentarspiel “Die Reichsgründung/Die nervöse Großmacht”5) über den “Eisernen Kanzler” Otto von Bismarck (Torsten Münchow) und die Entstehung der Arbeiterbewegung in Deutschland, erstmals ausgestrahlt am 24.11.2012 bzw. 01.12.2012 bei “BR alpha”. Beim “Großstadtrevier” tauchte er als Waldemar Brause, Nachbar des verschwundenen Modellbahnsammlers Armin Eckstein, in der Folge “Verschollen im Paradies”6) (EA: 30.12.2013) auf, im Frühjahr 2014 spielte er als Herr Lepton in einigen Episoden (136, 166, 167, 172?176) der Jugend-Soap “Hotel 13″1) mit.

Auf der Kinoleinwand war der Schauspieler eher selten präsent, so wirkte er in Filmen wie “Der Schnüffler”1) (1983), “Mann ohne Gedächtnis” (1984), “Didi auf vollen Touren”1) (1986), “Der Sommer des Samurai”1) (1986), “Jacob hinter der blauen Tür”7) (1987) und “Fifty Fifty”3) (1988) mit. Kernen zeigte sich auch in der Paul Maar-Verfilmung “Lippels Traum”1) (1991, Regie: Karl-Heinz Käfer) und spielte den Herrn Göltenpott. Mit dem Part des älteren jüdischen Mannes Ali trat er in Oliver Hirschbiegels Drama “Ein ganz gewöhnlicher Jude”1) (2005), inszeniert nach dem gleichnamigen Kammerspiel von Charles Lewinsky, an der Seite von Ben Becker in Erscheinung. Zuletzt gehörte er als Werner zu Besetzung von Sören Hüper und Christian Prettins Langfilm-Debüt bzw. rabenschwarzen Episodenfilm “Toilets”7), der am 23. Januar 2014 im Rahmen des 35. Filmfestivals “Max Ophüls-Preis” in Saarbrücken seine Weltpremiere feierte.

Quelle: http://www.steffi-line.de

 

Gundel Deckert | Foto: privat
Gundel Deckert | Foto: privat
Gundel Deckert | Klavier

Gundel Deckert in Hamburg lebend, bezeichnen Musikkritiker als Pianistin mit makelloser Technik, ausgeprägtem Klangsinn und inniger Poesie, aber auch dramatischem Zugriff. Konzertreisen als Solistin führen sie durch Europa und Asien. Diese Erfahrungen gibt sie weiter als Gastdozentin von Meisterkursen in Japan und China und an die Studenten ihrer Klavierklasse am Hamburger Konservatorium, wo sie auch mit der Leitung der Internationalen Studienjahre betraut ist.

Benita Rinne | Foto: Joseph Heicks
Benita Rinne | Foto: Joseph Heicks
Benita Rinne | Rezitation

Benita Rinne geboren 1956 in Berlin, besuchte nach dem Abitur das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, danach das HB-Studio New York, Jerzy Grotowskis Teatr Laboratorium in Wroclaw und das berühmte Lee Strasberg Theatre Institute. Ihre Theaterlaufbahn begann 1977/78 am Fritz-Remond Theater im Zoo in Frankfurt, anschließend folgten Engagements am Grips Theater Berlin, am Landestheater Tübingen, und am Tübinger Zimmertheater. – 1977 spielte sie ihre erste Fernsehrolle, das debile Mädchen in »Mulligans Rückkehr« an der Seite von Helmut Qualtinger in Käutners letzter Regiearbeit. Einem größeren Publikum bekannt wurde Benita Rinne, als sie von 1983 bis 1985 in sechs Folgen der Fernsehserie »SoKo 5113« die Kriminalmeisterin Katrin Rieger darstellte. Seither war Benita Rinne in zahlreichen Spielfilmen zu sehen, z.B. in »Der Mörder und sein Kind« (Regie Matti Geschonneck) und »Der Unbestechliche« (Regie Erwin Keusch). Am Thalia Theater Hamburg leitete sie bis 2010 theaterpädagogische Projekte, sie gibt Schauspielunterricht und führt auch Regie wie 2015 bei Sartres »Das Spiel ist aus«.