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KAMMERKONZERT-MATINÉE: „Feuille d‘automne“

Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Foto: privat
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Oudeschans (NL) | Kirche

26. Juli 2015
11:30 Uhr

Programm

M. Glinka „Drei Lieder“ für Flöte, Harfe & Cello
Camille Saint-Saens „Fantasie“ für Flöte & Harfe
Granville Bantock „Hamabdil“ für Cello & Harfe
Granville Bantock „Pibroch“ für Cello & Harfe
Claude Debussy „Syrinx“ für Flöte solo
Claude Debussy „Feuille d‘automne“ Harfe solo
Claude Debussy „En bateau“ für Flöte & Harfe
Johann S. Bach „Chaconne“ für Violine solo
John Thomas „A minstrel‘s adieu“ für Harfe solo
Arthur Foote „At dusk“ für Flöte, Harfe & Cello

MIRIAM OVERLACH Harfe | JANA MACHALETT Flöte | CHRISTOPH OTTO BEYER Violoncello | FRANZISKA KÖNIG Violine

Zum Konzert

Der Musikalische Sommer in Ostfriesland pflegt seit Jahrzehnten eine Kooperation mit den Niederländischen Freunden. Harfe und Flöte des vielfach preisgekrönten Ensembles Lumaka (NL) führen mit Saint-Saens und Debussy in romantisch-impressionistische Klangwelten. Zusammen mit dem Violoncello eröffnen sich weitere reizvolle Trio- und Duobesetzungen, unter denen hebräische und schottische Weisen des Briten Granville Bantock und das Stimmungsbild „At Dusk“ des amerikanischen Romantikers Arthur Foote einen besonderen musikalischen Akzent setzen.

„Technisch perfekt, musikalisch intelligent und emotional ausdrucksvoll…“ Eindhovens Dagblad

Das Restaurant „De Pikenier“ versorgt die Konzertbesucher in der Pause und nach dem Konzert mit Senfsuppe und anderen Köstlichkeiten.

kultureller Streifzug

Rundgang durch das Festungsdorf Oudeschans
1593 gründete Graf Wilhelm Ludwig von Nassau im 80-jährigen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien die Festung Oudeschans. Ursprünglich lag die Schanze am Dollart; nach den ersten Einpolderungen wurde weiter nördlich eine neue errichtet, das heutige Bad Nieuweschans. Das Festungsdorf mit seinen Festungswällen, dem alten Straßenmuster und der Kirche aus dem Jahre 1626 hat heute 108 Einwohner. In der Garnisonskirche finden bereits seit 40 Jahren Kammermusikkonzerte statt.

Uhrzeit: 14:00 – 15:00 Uhr
Treffpunkt: “De Pikenier“, Voorstraat 21, 9696 XG Oudeschans (NL)

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Harfe

Miriam Overlach, Harfenistin und innovative Musikerin bewegt sich in ihrem Arbeiten immer zwischen dem Bewahren von Traditionen einerseits und Erneuerung und Grenzüberschreitung andererseits. Sie spielt in Ensembles für neue Musik und Orchestern, tritt als Solistin und Kammermusikerin auf, improvisiert mit Musikern aus Klassik und Jazz und arbeitet mit Künstlern anderer Disziplinen.Miriam war erste Preisträgerin des Vriendenkrans Concours (Solistenwettbewerb des Concertgebouw Amsterdam) sowie des Niederländischen Harfenwettbewerbes 2007, des Grachtenfestival Conservatorium Concours 2006 und des Internationaal Harp Concours Martine Géliot 2002. 2008 erhielt sie im Deutschen Musikwettbewerb einen Stipendienpreis und wurde in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen.

In den letzten Jahren gab Miriam zahlreiche Solo- und Kammermusikrecitals in den Niederlanden und Deutschland u.a. im Kleinen Saal des Concertgebouw Amsterdam, im kleinen Sendesaal des NDR in Hannover, im Musikverein Bamberg, und im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland und dem Peter de Grote Festival. Nach dem erscheinen ihrer Solo-CD 2008 brachte sie 2010 zwei Kammermusik CDs heraus: Die eine mit ihrem Ensemble Lumaka mit dem sie 2009 den Preis des besten debütierenden niederländischen Ensembles erhielt, die andere ‘Noel de France’ mit Kammermusik des frühen 20sten Jahrhundert zum Thema Weihnachten beim deutschen Label Kamprad.Miriam spielt regelmässig mit dem Concertgebouw Orchester, den Niederländischen Radioorchestern, dem Nederlands Philharmonisch Orkest und dem Gelders Orkest und ist gern gesehener Gast in Ensembles für zeitgenössische Musik, wie dem Asko|Schönberg und Ensemble Modern Frankfurt.

Aus Miriams Neugier an aktuellen Entwicklungen in Kunst und Musik ergaben sich verschiedene Tätigkeitsfelder im Bereich alternative Konzertformen und Musiktheater, wie z.B. in Produktionen mit Corrie van Binsbergen, Musiktheater Transparant und Radio Kootwijk Live. Ihre Liebe zu zeitgenössischer Musik findet sich in diversen Zusammenarbeiten mit Komponisten und improvisierenden Musikern wieder, sowie auch in der im letzten Jahr entstandenen Homepage www.composingforharp.com.Miriam studierte bei Erika Waardenburg am Conservatorium van Amsterdam und erhielt ihr Masterexamen 2006 mit Auszeichnung. Sie nahm an Meisterkursen bei Frans van Ruth, Brigitte Sylvestre, Emilia Moskvitina, Isabelle Perrin und Frédérique Cambreling teil. 2007/08 war sie Mitglied der Luzern Festival Academy wo sie unter Peter Eötvös und Pierre Boulez spielte und u.a. in Japan und der Carnegiehall in New York auftrat.

http://www.miriamoverlach.com/

Jana Machalett Foto: Karsten Gleich
Foto: Jana Machalett © Karsten Gleich
Jana Machalett | Flöte

Jana Machalett lebt seit 14 Jahren in den Niederlanden und ist dort wie auch im Ausland eine gefragte Flötistin, vor allem auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kammermusik.
Sie ist festes Mitglied von Ensemble Lumaka und von Insomnio, einem Ensemble für moderne Musik. Mit Ensemble Lumaka hat Jana diverse Preise gewonnen und zwei CDs herausgebracht. Insomnio wurde dieses Jahr für seine Debüt-CD nominiert für den Preis der „Deutschen Schallplattenkritik“. Außerdem bekam Jana zusammen mit Insomnio die Gelegenheit, mit Pierre Boulez zu arbeiten.
Neben genannten Ensembles ist Jana regelmäßig zu Gast bei renommierten Ensembles wie z.B. Ensemble Modern. Jana spielt außerdem regelmäßig mit dem Asko|Schönberg in unterschiedlichen Programmen mit diversen Dirigenten wie z.B. Heinz Holliger, Emilio Pomàrico und Etienne Siebens.
Auch bei dem Doelen Ensemble, dem Ives Ensemble und dem Nieuw Ensemble ist Jana ein gern gehörter Gast. Jedes Jahr tritt sie mit viel Spass auf dem deutschen Festival „Musikalischer Sommer“ auf. Weiterhin hat Jana auch an einigen CDs mitgewirkt: neben ihren CDs mit Lumaka und Insomnio ist sie auch zu hören mit dem Asko|Schönberg und mit GRAM, der Band von Sängerin Marg van Eenbergen.
Jana erhielt ihre Ausbildung am Konservatorium von Amsterdam, wo sie bei ihren Dozenten Harrie Starreveld und Marieke Schneemann sowohl ihr Bachelor- als auch ihr Masterstudium mit großem Erfolg abschloss. Nach diesem Studium emhielt sie 2006/07 ein Stipendium bei der Internationalen Ensemble Modern Akademie und nahm danach auch noch Teil an der Akademie vom Asko|Schönberg.

Christoph Beyer Foto Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer, Foto © Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer | Violoncello

Christoph Otto Beyer wurde 1965 in Aurich/Ostfriesland geboren. Ersten Cellounterricht erhielt er im Alter von 5 Jahren bei Zsigmond Fehér. Bis zum Abitur am Mariengymnasium in Jever erhielt er weiteren Unterricht bei Irmgard Jensen und Rolf Kroke. Dem Zivildienst folgte das Studium von Schulmusik, Geschichte und Violoncello in Hannover. Das Cellostudium vertiefte Beyer dort bei Ulf Tischbirek und Klaus Storck (1994 Künstlerisches Examen mit „sehr gut“). Meisterkurse bei Klaus Storck und Julius Berger sowie Einzelstunden bei Rudolf Metzmacher schlossen sich an. Schon während des Studiums hielt Beyer einen Lehrauftrag für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, bevor er 1997 nach Aurich zurückkehrte, um dort als Lehrkraft an beiden Gesamtschulen und als Orchesterleiter (Ostfriesisches Kammerorchester und Ostfriesisches Jugendsinfonieorchester) tätig zu werden. Eine rege Konzerttätigkeit zeichnet Beyer aus, der neben dem modernen Cello auch mit Barockcello und Violoncello piccolo auftritt. Als Solist mit Orchester hat Beyer Konzerte von Vivaldi, Monn, A.Fils, C.P.E.Bach, Haydn, F.H.Graf, Brahms, Reinecke und Gubaidulina aufgeführt, im Bereich der Neuen Musik erfolgten darüber hinaus u.a. Uraufführungen von Charlotte Seither, Harald Münz und Willem Stoppelenburg. Die Teilnahme an diversen Festivals wie den Göttinger Händelfestspielen, den Hannoverschen Tagen für Neue Musik, den Dornumer Kammermusiktagen und dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland unterstreicht Beyers musikalische Neugierde, die ihn auch gelegentlich zu kompositorischen Ausflügen führt. Auf CD sind u.a. Produktionen mit dem Knabenchor Hannover (Solocello im Requiem von Duruflé), Produktionen mit iranischer Musik und mit dem Bremer Ensemble „Mellow Melange“ entstanden. Im Mai 2012 erschien die CD „…für Violoncell allein…“ mit Solowerken von Reger, Beyer und Bach (Starfish-music.de). Christoph Otto Beyer spielt eine Kopie des „Shapiro-Gofriller 1727“ aus der Werkstatt des Oldenburger Geigenbauers Martin Michalke.