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LESUNG & MUSIK: „Alma Mahler-Werfel“

Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann | Foto © HMTM Hannover
Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann | Foto © HMTM Hannover
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Leer | Harderwykenburg

15. August 2015
20:00 Uhr

Programm

Alma Mahler-Werfel – „Gattin, Muse, Frau“

PROF. DR. SUSANNE RODE-BREYMANN liest aus ihrer 2014 erschienen Biografie über Alma Mahler-Werfel.

ANJA MARIA LUIDL Mezzosopran &
IWAN KÖNIG Klavier
lassen ausgewählte Lieder von Alma Mahler-Werfel und Gustav Mahler erklingen.

Zum Konzert

In den meisten Büchern über Alma Mahler-Werfel dominiert der männliche Blick: Alma als verführerische Nymphe, Alma als wahnhaftes Weib. Die neue Biographie von Susanne Rode-Breymann hingegen zeigt eine andere Frau. Eine Frau, die in regem Gedankenaustausch mit zahlreichen Komponisten, Dirigenten, Künstlern und Literaten stand, sie inspirierte, förderte und begleitete. Am Klavier und komponierend nahm sie teil am Aufbruch in das 20. Jahrhundert. Von Wien aus ging sie mit Gustav Mahler in die Neue Welt. Susanne Rode-Breymann, Musikwissenschaftlerin und derzeit Präsidentin der Musikhochschule Hannover, entwirft auf der Grundlage eigener Forschungen ein differenziertes und faires Bild dieser faszinierenden Frau.

Die Harderwykenburg am Harderwykensteg in Leer ist mit über 500 Jahren eine der ältesten noch erhaltenen Burgen Ostfrieslands und das älteste Haus der Stadt Leer. Traditionell wird die Harderwykenburg auch als „Erstes Haus Leer“ bezeichnet und befindet sich seit über 220 Jahren im Privatbesitz des Hauses Innhausen und Knyphausen.

kultureller Streifzug

Spaziergang durch die Leeraner Altstadt
Startpunkt ist das mittelalterliche „Erste Haus Leer“, die Harderwykenburg. Von dort geht es zur Großen Reformierten Kirche (1780-1810 erbaut), dann zur katholischen Barockkirche St. Michael und zur Lutherkirche (18. Jh.) mit dem Gedenkstein des Grafen Ulrich (1531) sowie weiteren Grabsteinen aus dem 19. Jh.. Die Armenhäuser der protestantischen Gemeinden säumen den Weg zur Krypta aus dem 12. Jh., einer unterirdischen Gewölbekammer des ersten Gotteshauses in Leer.

Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr
Treffpunkt: Harderwykenburg, Alte Marktstraße 2, 26789 Leer

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Anja Luidl | Foto © Tobias Melle
Anja Luidl | Foto © Tobias Melle
Anja-Maria Luidl | Mezzosopran

Die Mezzosopranistin Anja-Maria Luidl studierte am Richard Strauss Konservatorium und an der Opernschule der Musikhochschule München. Lehrer und Wegbegleiter waren u.a. Prof. Breda Zakotnik (Salzburg), Prof. Waltraud Schlingplässer-Gruber (Hamburg), Burga Schwarzbach (Wien), Margreet Honig (Amsterdam) und Felicia Weathers (München). Ein mehrjähriges Festengagement als Solistin führte sie nach Hildesheim, wo Sie in vielen Rollen ihres Fachs, u.a. als Rosina im Barbier von Sevilla, als dritte Dame in der Zauberflöte, als Czipra im Zigeunerbaron und als Clarissa in der Liebe zu den drei Orangen zu hören war. Gastverpflichtungen am Staatstheater Braunschweig und an der Bayerischen Staatsoper.

Nach Ihrem Festengagement studierte Anja-Maria Luidl postgraduiert „Lied und Oratorium“ am Mozarteum Salzburg und arbeitete als Konzertsängerin mit namhaften Orchestern u.a. mit den Münchner Symphonikern, mit Mitgliedern des Münchner Symphonieorchesters, der Capella Istropolitana, dem Bruckner Akademie Orchester, dem Ensemble Lodron, sowie mit dem Orginalklangensemble „La Banda“. Dabei ist sie im barocken, klassischen und romantischen Repertoire gleichermaßen gefragt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Mezzosopranistin liegt in der Gestaltung von außergewöhnlichen Liedprogrammen, mit Uraufführungen und „Entdeckungen“ (zuletzt erschien 2014 eine CD mit Werken von Otto Manasse). Seit 2008 leitet sie die Konzertreihe „Liederfreude“ in München.

“… Mit prächtigen Mezzotönen und speziellem Timbre ließ Anja-Maria Luidl aufhorchen.”
(Orpheus über Liebestrank in Hildesheim)

“… Eine bewegende Stimme, die emotionale Botschaften intensiv vermittelt und in der Artikulation wunderbar deutlich ist: Anja-Maria Luidl begeisterte von Anfang an. Dem romantischen Sentiment gemäß wurden die Emotionen stets entlang gefährlicher Abgründe geführt. Das Kippen ins trostlos-kalte Entfärben der Stimme, die sich sogleich wieder mit zarter Geborgenheit auflud, machte nicht nur den „Tod und das Mädchen“ zum Erlebnis.”
(Landsberger Tagblatt vom über einen Liederabend in Diessen)

“… die Stärken der Altistin Anja-Maria Luidl zeigten sich in weiten, warmen Legato-Bögen…”
(Schongauer Nachrichten vom festlicher Sommer in der Wies über Judas Maccabäus)

Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann | Foto © HMTM Hannover
Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann | Foto © HMTM Hannover
Susanne Rode-Breymann | Lesung

Susanne Rode-Breymann studierte in Hamburg Alte Musik sowie Musikerziehung an der Musikhochschule sowie Musikwissenschaft, Kunstgeschichte sowie Literaturwissenschaft an der Universität und wurde 1988 mit einer Dissertation über Alban Berg und Karl Kraus promoviert. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Bayreuth (1988 bis 1992) und Bonn (1992 bis 1996), forschte als Stipendiatin der Paul Sacher Stiftung 1989 in Basel über Anton Webern und habilitierte sich 1996 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover mit Schriften zum Musiktheater der Zwischenkriegsjahre. Von 1996 bis 1999 lehrte sie als Hochschuldozentin an der Musikhochschule Hannover und hatte von 1999 bis 2004 einen Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Köln inne (mit zahlreichen künstlerisch-wissenschaftlichen Projekten wie z.B. der Wiederaufführung von Giovanni Bononcinis Il ritorno di Giulio Cesare unter der Leitung von Konrad Junghänel). Sie ist seit dem 1. Oktober 2004 Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und war dort von Juli 2006 bis Juli 2008 Vizepräsidentin. Neben umfangreicher Gutachter- und Gremientätigkeit leitet sie unter anderem die Fachgruppe Musikwissenschaft an Musikhochschulen der Gesellschaft für Musikforschung. Im Februar 2010 wurde sie zur neuen Präsidentin der Hochschule gewählt.

Iwan König Foto: Karsten Gleich
Iwan König © Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur Schnabel Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.

Spielstätten