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SCHLOSSKONZERT: „Hommage à Brahms“

Raluca Stirbat | Foto ©  Nicolae Alexa
Raluca Stirbat | Foto © Nicolae Alexa
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Gödens | Schloss

26. Juli 2015
18:00 Uhr

Programm

George Enescu Sonate für Klavier und Violoncello op. 26 Nr. 1 in f-Moll (1898)
RUDOLF LEOPOLD Violoncello | RALUCA STIRBAT Klavier

Robert Schumann Drei Romanzen op. 94
FRANZISKA KÖNIG Violine | IWAN KÖNIG Klavier

György Ligeti Trio für Violine, Horn & Klavier
PHILIPPE GRAFFIN Violine | IWAN KÖNIG Klavier | MARTIN ROOS Horn

Zum Konzert

Der rumänische Komponist George Enescu (1881-1955) zählt zu den bedeutendsten Wunderkindern der Musikgeschichte und schrieb als 5jähriger seine erste Komposition. Zwei Jahre darauf studierte er bereits am Wiener Konservatorium, wo er bedeutende Musikerpersönlichkeiten wie Johannes Brahms kennenlernte. Die heute erklingende Sonate Nr. 1 für Cello und Klavier komponierte er 1898 in nur 12 Tagen. György Ligetis Trio für Violine, Horn und Klavier von 1982 gilt seit vielen Jahren als Klassiker des Kammermusik-Repertoires weltweit. Ligeti beschrieb es als „Hommage à Brahms“.

kultureller Streifzug

Rundgang durch Neustadtgödens
Holländische Glaubensflüchtlinge gründeten im 16. Jh. am ehemaligen Sielhafen das Dorf Neustadtgödens. Seine außergewöhnliche Geschichte wurde durch die religiöse Toleranz der „Herrlichkeit Gödens“ geprägt. Deren Häuptlinge gestatteten den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften den Bau von fünf Gotteshäusern. Die heutigen Bewohner machen diese Geschichte durch viele schmückende Zeichen sichtbar; Hintergrundinformationen hält das Museum im Landrichterhaus bereit.

Uhrzeit: 15:30 – 16:30 Uhr
Treffpunkt: Landrichterhaus, Brückstraße 19, 26452 Neustadtgödens

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Raluca Stirbat © Nicolae Alexa
Raluca Stirbat © Nicolae Alexa
Raluca Stirbat | Klavier

Raluca Stirbat wurde in der im Nordosten Rumäniens liegenden Universitätsstadt Ia?i geboren und gehört heute nicht nur zu den herausragendsten Vertreterinnen der jungen rumänischen Klaviergeneration, sondern kann bereits auf große internationale Erfolge verweisen. Mit ihrer brillanten Technik und einer außerordentlich reichhaltigen Palette an Klangfarben, die sie meisterhaft zu verbinden weiß, hat sie sich einen hohen künstlerischen Stellenwert erarbeitet. Als Kernstück ihrer Interpretationen bezeichnet Raluca Stirbat die Herausarbeitung der im Werk versteckten dramaturgischen Gestalt. Ausgestattet mit großem Temperament, außerordentlicher Stilsicherheit und technischer Bravour entwickelt sie Interpretationen voller Energie und natürlicher Ausdruckskraft.

Schon mit sechs Jahren nahm sie Klavierunterricht am Musikgymnasium ihrer Heimatstadt, um bereits mit zehn ihr Debüt als Konzertpianistin mit Joseph Haydns Klavierkonzert in D-dur zu feiern. Ab diesem Zeitpunkt galt Raluca Stirbat als Wunderkind und trat mit allen wichtigen Orchestern Rumäniens (u. a. George Enescu Philharmonie und Rundfunk-Sinfonieorchester) und im Ausland auf. Nach einem Studienjahr an der Musikakademie George Enescu in Ia?i ging sie 1994 an die Musikuniversität Wien, um bei Prof. Jürg von Vintschger zu studieren, wo sie als Magister Artium im Klavier-Konzertfach abschließt. Bald öffnen sich ihr die Pforten großer und wichtiger Konzerthäuser (Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Stefaniensaal in Graz und Mozarteum Salzburg). Stipendien und Förderungen, unter anderen von der Beethovengesellschaft, der Martha Sobotka-Janaczek Stiftung und dem Rotary Club (Wien), der Nippon Foundation (Tokio) und der Madeleine Blaireville Stiftung (Schweiz) unterstützen ihr Talent auf seinem künstlerischen Weg. Darüber hinaus nahm Raluca Stirbat an Meisterkursen namhafter Künstler wie Murray Perahia, Hans Leygraf, Lory Wallfisch, Marek Drewnowski und Aquiles Delle Vigne teil. Wichtige Impulse bekam sie zudem von Avedis Kouyoumdjian, Johannes Meissl, Teresa und Rudolf Leopold (Kammermusik), David Lutz (Liedbegleitung) und Rainer Keuschnig (moderne und zeitgenössische Klavierliteratur).

Raluca Stirbat wurde mehrfach bei nationalen und internationalen Wettbewerbe als Preisträgerin ausgezeichnet. So gewann sie Die goldene Lyra im Ciprian Porumbescu Wettbewerb in Suceava, Rumänien (wo sie als Jurymitglied eingeladen wurde), den Virtuosi per musica di pianoforte Wettbewerb in Usti nad Labem, Tschechien, den Sanremo Classico in Sanremo und den Stefano-Marizza-Wettbewerb in Triest, Italien. Die Liste ihrer künstlerischen Tätigkeit als Solistin und Kammermusikpartnerin ist ebenso beeindruckend wie die zahlreichen Konzerte mit Orchester, die Raluca Stirbat auf Tourneen durch ganz Kontinentaleuropa sowie in Großbritannien, Zypern, Tunesien, der Türkei, Marokko, Singapur, im Iran führen und sie zum gern gesehenen Gast diverser Festivals machen, darunter die Wiener Festwochen, Pianoforte a Bellinzona und Menhir-Falera (Schweiz), Enescu – Orfeul Moldav in Tescani, Dinu Lipatti in Kronstadt, Festival der Rumänischen Musik und Fête de la musique in Ia?i, Europäisches Festival der Künste in Suceava (Rumänien), Joseph Hoffman in Na??czów (Polen), Herbstfestival in Budapest und Szeged (Ungarn), Thracia Summer in Plovdiv (Bulgarien) und Karthago Musikfestival (Tunesien).

Ihr internationales Renommee wird nicht zuletzt durch zahlreiche Tonträger-Einspielungen unterstrichen, wie etwa Enescus Sonate op. 24 Nr. 1 in fis-Moll und Liszts Fantaisie romantique sur deux mélodies suisses (S. 157) für das Schweizer Radio DRS oder die Klavierkonzerte Nr. 2 in f-Moll von Chopin und Nr. 19, KV 459 in F-Dur von Mozart bei Music Minus One (Vereinigte Staaten), sowie als Kammermusikpartnerin das Klaviertrio op. 4 von Pancho Wladigeroff  beim Hungaroton Studio in Budapest oder die Sept poésies pour violon et piano von Ursula Bagdasarjanz beim Schweizer Music-Label VDE-Gallo. Außerdem hat sie alle Lieder George Enescus in Zusammenarbeit mit dem ORF eingespielt (mit Leontina Vaduva, Ileana Tonca, Mihaela Ungureanu, Laura Tatulescu, Sorin Coliban).

Anlässlich des 130. Geburtstags von George Enescu ist im Frühjahr 2011 ein neues Solo-Album bei dem renommierten österreichischen Music-Label Gramola erschienen. Die Platte beinhaltet Werke von George Enescu, Constantin Silvestri, Paul Constantinescu und Sergej Rachmaninoff. Zusätzlich beschäftigt sich die Pianistin intensiv auch auf dem pädagogischen (im Rahmen des Gustav-Mahler-Konservatorium in Wien) und musikwissenschaftlichen Gebiet (u.a. schreibt sie derzeit an ihrer Dissertation mit dem Titel Das Klavierwerk von George Enescu) und wird vermehrt zu internationalen Symposien eingeladen. Im August 2011 hat Raluca Stirbat die Internationale George Enescu Gesellschaft in Wien ins Leben gerufen, die bezweckt, das Schaffen und Wirken des in Wien und Paris ausgebildeten rumänischen Komponisten George Enescu in breitesten Kreisen zu pflegen, zu fördern und weiter zu erforschen. Außerdem zielt die Gesellschaft auf die Förderung anderer rumänischer und österreichischer Komponisten, insbesondere moderner und zeitgenössischer Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, ab.

2013 erschien bei Gramola ein neues Solo-Album von Raluca Stirbat, das zwei wichtige Erstveröffentlichungen auf CD beinhaltet: die Klaviersuite Joujoux pour Ma Dame op. 7 von Mihail Jora und die erste Aufführung nach dem Originalmanuskript von George Enescus Pièces Impromptues op. 18.

Raluca Stirbat hat im Januar 2013 die internationale Kampagne Operation Village Enescu – Save Enescu’s Memorial House in Mih?ileni (Boto?ani, Romania) initiiert, die es sich zur Aufgabe macht, das Haus, in dem der rumänische Komponist viele Jahre seiner Kindheit, Jugend und Reife verbrachte und zahlreiche seiner Meisterwerke niederschrieb, durch seinen Wiederaufbau zu retten. Für ihre besonderen künstlerischen Leistungen sowie für ihr soziales Engagement wurde Raluca Stirbat im März 2013 vom Innenministerium der Republik Österreich zum Integrationsbotschafter ernannt. Im November 2014 wurde Raluca Stirbat die Ehrenmitgliedschaft der Pro Patrimonio Gesellschaft in Rumänien verliehen.

Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold | Violoncello

Rudolf Leopold wurde in Wien geboren und studierte an der Wiener Musikhochschule bei Richard Kortschak und Tobias Kühne. Daneben betrieb er auch ein Klavier- und Kompositionsstudium. Als Mitglied des Franz-Schubert-Quartetts (1974 bis 1983) festigte er international seinen Ruf als Cellist.

1983 bis 1990 war Rudolf Leopold Dozent für Kammermusik an der Wiener Musikhochschule, danach trat er eine Stelle als ordentlicher Professor an der Kunstuniversität in Graz an. Er war bis zu seiner Auflösung im Jahr 2000 Mitglied des weltberühmten Wiener Streichsextetts, mit dem Rudolf Leopold Tourneen in ganz Europa, in die USA und nach Japan unternahm und auch zu den Salzburger Festspielen und zum Edinburgh Festival eingeladen wurde.

Er wirkte lange Zeit in Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien mit und war und ist nebenher auch als Solist erfolgreich tätig. Als solcher hat er neben selten gespielten Cellokonzerten, wie z. B. jenen von Monn, Enescu und Dohnányi, schon einige moderne Werke mit Orchester uraufgeführt. Eine seiner großen Lieben gilt auch der Kammermusik, der er in verschiedensten Besetzungen und mit prominenten Partnern und überall auf der Welt frönt. Rudolf Leopold spielt auf einem italienischen Cello aus dem Jahre 1679, dessen Boden von Andrea Guarneri stammt.

Quelle: styriarte.com

Martin Roos © Musikalischer Sommer in Ostfriesland
Martin Roos © Musikalischer Sommer in Ostfriesland
Martin Roos | Horn

In der Zentralschweiz geboren studierte Martin Roos in seiner Geburtsstadt Luzern bei Jakob Hefti, danach in Dresden bei Professor Peter Damm und an Meisterkursen u.s. mit Hermann Baumann, Radovan Vlatkovic und Karl Biehlig das Horn. An der scola cantorum basiliensis lernte er Naturhorn bei Thomas Müller.
Martin Roos ist heute freischaffend tätig  als Kammermusiker  und Gast bei führenden Ensembles der alten Musik wie dem Freiburger Barockorchester, les Amis de Philippe, l`Orchestre des Champs- Elysées und capriccio basel. Er war langjähriger Solohornist der basel sinfonietta.
Ergänzend dazu übt er eine umfassende pädagogische Tätigkeit aus.
Das Alphorn lernte er  in seiner ursprünglichsten Art in seiner Heimat kennen um dann aber schnell eigene Wege zu gehen und das Instrument einem anderen Publikum mit grosser Freude vorzustellen.
Erster Soloauftritt mit der Sinfonie “Urschweiz” von Caspar Diethelm in Luzern, danach Reise nach Südafrika mit dem ersten Konzert für Alphorn und Orchester von Jean Daetwyler.
Seither rege Tätigkeit als Solist u.a.. mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz unter der Leitung von Peter-Lukas Graf, dem Bieler Sinfonieorchester mit der Uraufführung von Jost Meiers “Alphornklänge” am Fest der Künste in St. Moritz und am Festival Alpentöne in Altdorf und dem Berner Sinfonieorchester zur Eröffnung des Neuen Bundesplatztes in Bern.
2005  National Symphonie Orchestra in Peking: Uraufführung von  “Eurasia” von Jost Meier.

Philippe Graffin, Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Violine

Der Geiger Philippe Graffin  hat mit seinen Interpretationen des französischen Repertoires internationale Maßstäbe gesetzt. Als einer der wenigen Studenten von Josef Gingold, der selbst Schüler von Ysaye war(dem fast alle der Violinwerke der damaligen Zeit gewidmet waren) ist dies vielleicht sogar „natürlich“. Philipp Graffin machte seine ersten CD-Aufnahmen mit Yehudi Menuhin als Dirigenten und dem Royal Philharmonic Orchetra. Seither hat er viele weit beachtete Einspielungen (inklusive vieler Uraufführungen) auf den Markt gebracht, die ihn als interessanten und hinterfragenden Künstler zeigen. Er hat verschiedene (original eingerichtete Werke)  wiederentdeckt, darunter Chaussons Poème für eine kleine Besetzung  und  eine Version von Ravels Tzigane .Auch hat er völlig vergessenen Werken wieder zur Anerkennung verholfen, darunter das Violinkonzert von Gabriel  Fauré und ein Violinkonzert der englischen Komponisten Coleridge Taylor.  Beide  Konzerte spielte er bei den BBC Proms und nahm sie auch auf CD auf. Die Liste der Einspielungen (bei  Hyperion Records)  von Philippe Graffin ist lang und umfasst auch das Gesamtwerk von Chausson. Philippe Graffin ist Gründer und künstlerischer Leiter des „Consonances“ Kammermusikfestivals in St. Nazaire. Er spielt eine Domenico Busano Geige , die aus dem Jahre 1730 ist und in Venedig gefertigt wurde

Iwan König Foto: Karsten Gleich
Iwan König © Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur Schnabel Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.