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FRANZ SCHUBERT: „Die schöne Müllerin“

Prof. Dr. Elmar Budde | Foto: Karsten Gleich
Prof. Dr. Elmar Budde | Foto: Karsten Gleich
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Leer | Harderwykenburg

9. August 2015
11:00 Uhr

Programm

Franz Schubert „Die schöne Müllerin“, D 795

In Worten vorgestellt von
PROF. DR. ELMAR BUDDE

In Tönen dargeboten von:
MARTEN HEBEDORUS GROENEVELD Gesang
CARL-ANTON ZU KNYPHAUSEN Klavier

Zum Konzert

„Ich habe seit der Oper nichts componirt, als ein paar Müllerlieder”, so Franz Schubert lapidar über seinen neuen Liederzyklus, wobei er mit der Bezeichnung „Müllerlieder“ auf den Doppelsinn von Thema und Dichter anspielte. Dabei handelte es sich bei diesem Werk um nichts Geringeres als den ersten erzählenden Liederzyklus der Romantik. Damit hatte Schubert ein neues Genre begründet, das für das Liedschaffen Schumanns, Brahms und Wolfs wegweisend sein sollte.

Aus einer Verlagsanzeige der Wiener Zeitung vom 17. Februar 1824 heißt es zu den neu erschienenen Liedern: „Unserer Meinung getreu, daß jedes gelungene Werk die empfehlendste Lobrede in sich selbst trägt, enthalten wir uns bei diesen Liedern am liebsten aller emphatischen Anpreisungen und bemerken bloß, daß es dem rühmlich bekannten Tonsetzer in diesen Liedern in vorzüglich hohem Grade gelungen ist, die Neuheit seiner Melodien mit jener Faßlichkeit zu verbinden, wodurch ein musikalisches Kunstwerk sowohl den Kunstkenner als auch den gebildeten Musikfreund gleich einnehmend anspricht.“

Die Harderwykenburg am Harderwykensteg in Leer ist mit über 500 Jahren eine der ältesten noch erhaltenen Burgen Ostfrieslands und das älteste Haus der Stadt Leer. Traditionell wird die Harderwykenburg auch als „Erstes Haus Leer“ bezeichnet und befindet sich seit über 220 Jahren im Privatbesitz des Hauses Innhausen und Knyphausen.

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Marten Groeneveld | Foto: privat
Marten Groeneveld | Foto: privat
Marten Groeneveld | Tenor

Marten Hebodorus Groeneveld wurde 1989 geboren und erhielt seinen ersten Gesangsunterricht mit 16 Jahren bei Matthias Gerchen in Hannover. Als Gymnasiast war er Jungstudent bei Prof. Marina Sandel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo er nach dem Abitur ein Gesangsstudium aufgenommen hat. Seit 2012 lebt und arbeitet er in Ostfriesland und hat weiterhin bei Prof. Marina Sandel Unterricht.

Prof. Dr. Elmar Budde | Foto: Karsten Gleich
Prof. Dr. Elmar Budde | Foto: Karsten Gleich
Elmar Budde | Sprecher

Prof. Dr. Elmar Budde wurde am 13. Juni 1935 in Bochum geboren. Er studierte zunächst Schulmusik (Hauptfach Klavier) an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg i. Br. (Staatsexamen 1960/61). Nach dem anschließenden Studium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Freiburger Universität promovierte er 1967 mit einer Arbeit über den frühen Webern (Diss. Anton Webern Lieder op. 3 – Untersuchungen zur frühen Atonalität bei Webern). An der Hochschule für Musik und an der Universität in Freiburg begann er seine wissenschaftliche Laufbahn, seine publizistische und journalistische Tätigkeit. 1972 wurde er als ordentlicher Professor für Musikwissenschaft an die Staatliche Hochschule für Musik und darstellende Kunst (heute Universität der Künste) in Berlin berufen. Seine Hauptforschungsgebiete sind die Geschichte der Komposition vom Mittelalter bis zur Gegenwart; die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts, Franz Schubert, die Geschichte der Aufführungspraxis und der Interpretation sowie Fragen und Probleme des Interdisziplinären (Musik – Malerei – Architektur). 

Es sind eine Vielzahl von Publikationen von Dr. Elmar Budde erschienen. Zusammen mit Dietrich Fischer-Dieskau ist er Herausgeber einer textkritischen Neuausgabe der Lieder Franz Schuberts (4 Bde.; C. F. Peters, Frankfurt o.J.). Er hält Vorträge über seine Forschungsgebiete im In- und Ausland. Einem Ruf 1989 an den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Musikhochschule Wien ist er nicht gefolgt.

“Einer der wichtigen Gründe, warum ich immer in Berlin geblieben bin” und beispielsweise 1989 den Ruf an die Musikhochschule Wien ablehnte, war für Budde die Bedeutung der Bildenden Kunst. Seit seiner Jugend malt Elmar Budde. Die Begegnung mit Kunstwerken und mit Künstlern ist ihm wichtig. In seinem Kreuzberger Atelier, später dann in seiner Dahlemer Wohnung, und heute im Markgräfler Land entstand und entsteht ein umfangreiches malerisches Werk, das mit Erfolg beispielsweise in Berlin, Düsseldorf, Goslar und Überlingen in Ausstellungen präsentiert wurde.

1992 bis 1996 war er Erster Vizepräsident der Hochschule der Künste Berlin. Als engagierter Hochschulpolitiker verfocht er stets die Vision der Interdisziplinarität und setzte sich für deren Umsetzung an der HdK – Berlin ein.

Zu seinem 60. Geburtstag wurde er mit einer Festschrift ‘Töne-Farben-Formen. Über Musik und die Bildenden Künste”, Laaber 1995, geehrt.

Quelle: http://www.hindemithberlin.de/vitabudde.htm