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KAMMERKONZERT: „Spannungsfelder“

Koji Morishita | Foto: Silk Hat Studio
Koji Morishita | Foto: Silk Hat Studio
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Münkeboe | Kirche

14. August 2015
20:00 Uhr

Programm

Maurice Ravel Sonate Nr. 1 für Violine & Klavier
Leos Janacek Sonate für Violine & Klavier
KOJI MORISHITA Violine | YOKO KAWABATA Klavier

Maurice Ravel Streichquartett F-Dur
WOLFRAM KÖNIG Violine | FRANZISKA KÖNIG Violine | JULIA KIM Viola | STEFANIE HUBER Violoncello

Tomasz Skweres “Spannungsfelder” für Violoncello & Kontrabass (UA)
Giacchino Rossini Duetto für Violoncello & Kontrabass
TOMASZ SKWERES Violoncello | SZYMON MARCINIAK Kontrabass

Zum Konzert

Seine Violinsonate Nr. 1 schrieb Maurice Ravel 1897. 26 Jahre später sollte er noch einmal für diese Gattung seine heute bekanntere Sonate für Violine und Klavier schreiben, obwohl er glaubte, die beiden Instrumente seien im wesentlichen unvereinbar und dazu allerdings bemerkte, diese Sonate illustiere eben diese Unvereinbarkeit.

Der junge polnische Komponist und Cellist Tomasz Skweres (*1984) ist Solocellist des Philharmonischen Orchesters Regensburg und vielfacher Preisträger internationaler Kompositionswettbewerbe. Einige seiner Werke wurden bereits beim Musikalischen Sommer in Ostfriesland aufgeführt. Seine neueste Komposition, Janaceks Violinsonate und Ravels Streichquartett sowie das Duetto von Rossini mit dem Kontrabassvirtuosen Szymon Marciniak versprechen einen höchst unterhaltsamen Konzertabend mit viel Abwechslung.

kultureller Streifzug

Besuch des „Dörpmuseums Münkeboe“
Das Dörpmuseum Münkeboe ist ein Freilichtmuseum zum Anfassen. Eine Windmühle, verschiedene Dorfläden, eine Dorfschule, ein Kolonistenhaus und unterschiedliche Handwerke veranschaulichen das Dorfleben unserer Vorfahren. Hier können Sie im wahrsten Sinne des Wortes mit den Händen begreifen, welche Kraft beispielsweise ein Schmied aufwenden musste, um aus glühendem Eisen Werkzeuge und Geräte herzustellen.

Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr
Treffpunkt: Dörpmuseum Münkeboe, Mühlenstr. 3a, 26624 Südbrookmerland

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Julia Hyena Kim © Jae Hong Sang
Julia Hyena Kim © Jae Hong Sang
Julia Kim | Violine

Julia Kim studierte an der staatlichen Musikhochschule Trossingen, am Prayner Konservatorium Wien und am Konservatorium Wien Privatuniversität u.a. bei Wolfram König und Dominika Falger. Weitere künstlerische Anregungen erhielt sie auf Meisterkursen bei Midori Goto, Philippe Graffin, Anton Barachovsky, Roman Nodel, Miriam Fried, Ivry Gitlis und dem Artemis Quartett. Historische Aufführungspraxis absolvierte sie bei Ulrike Engel, Anne Marie Dragosits und Carsten Lorenz.

Kammermusikalische und solistische Erfahrungen sammelte Julia Kim u.a. beim  Musikalischen Sommer Ostfriesland, sowie auf verschiedenen Festivals in Österreich und Südkorea. Als Primaria und Gründungsmitglied des Prayner Quartetts gab sie seit 2007 zahlreiche Konzerte u.a. im Konzerthaus Klagenfurt und Museumsquartier Wien, außerdem folgte mehrere Uraufführungen.

Julia Kim ist mehrfache Preisträgerin internationaler und nationaler Wettbewerbe, u.a. erhielt sie den 2.Preis bei der 14th Osaka International Musik Competition sowie dem 12th Fidelio Wettbewerb Wien. Vom Schleswig Holstein Musik Festival und Aurora Chamber Music Festival erhielt sie mehrfach Stipendien.

Im März 2014 trat sie im Schlusskonzert des Vienna International Saxophone Festivals als Konzertmeisterin auf. Dieses Konzert wurde auf ORF gesendet. Im April 2014 trat Julia Kim nochmals als Konzertmeisterin des “Soli Deo Gloria Chamber Orchestra” im Konzerthaus Wien auf, wobei mehrere Werke von internationalen Komponisten erfolgreich uraufgeführt  wurden.

Julia Kim assistierte langjährig Wolfram König auf der Violine und Viola, seit 2014 hat sie einen Lehrauftrag für Violine am Schubert Konservatorium Wien. Die vielsaitige Violinistin hat derzeit auch intensive Auftritte auf der Bratsche in verschiedenen Ensembles in Wien.

Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita | Violine

Koji Morishita begann seine musikalische Karriere bereits im zarten Alter von vier Jahren. Früh zeigte sich sein außergewöhnliches musisches Talent. Als gerade Achtjähriger war er in einem öffentlichen Konzert mit New Orleans Philharmonic Orchestra in den USA zu hören. Nach seinem Abschluss an der Toho Gakuen School of Music in Japan erhielt er ein Stipendium für weitere Studien in den USA. Dort setzte er seine Ausbildung bei Dorothy Delay in Cincinnati, Ohio, fort und gewann den begehrten Honor’s Price.
Nach einem erfolgreichen Abschluss kehrte Koji nach Japan zurück um von 1988 bis 1992 mit dem bekannten Cellist Kenichiro Yasuda und seinem Quartett zu konzertieren. Zahlreiche weitere Auftritte als Solist wie auch mit diversen Kammermusikgruppen kamen in dieser Zeit hinzu.
Seit 1989 ist der Geiger auch in mehreren Orchestern aktiv, so wurde er zunächst Mitglied Saito Kinen Orchestra (Seiji Ozawa, Dirigent). Als Konzertmeister ging er mit dem Sendai Philharmonic Orchestra immer wieder international auf Tournee.
Sogar eine eigene Konzertreihe rief Koji Morishita ins Leben, in der er unter dem Motto “Klassik für Alle“ ein breiteres Publikum anspricht. So gab er in zwölf verschiedenen japanischen Städten umjubelte Konzerte mit dem Gitarristen Shinichi Fukuda, bei denen das Duo nie gehörte oder unbekannte Werke präsentierte.
Das musikalische Talent des Geigers wurde nunmehr auch offiziell von der Stadt Hamamatsu und dem Präfekten der Region Miyagi gewürdigt.
Seit 2001 hat Koji Morishita die Solo Konzertmeisterposition des Osaka Symphony Orchestra inne.

Tomasz Skweres Foto © Bernd Eylers
Tomasz Skweres, Foto © Amir Safari
Tomasz Skweres | Violoncello

Tomasz Skweres (1984) ist ein polnischer Komponist und Cellist, der seit 2007 in Wien lebt. Kompositionsstudium bei Chaya Czernowin und Detlev Müller-Siemens  an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und Violoncello-Konzertfachstudium  beim Stefan Kropfitsch (JESS-Trio) und Valentin Erben (Alban Berg Quartett) an der gleichen Universität.

Tätigkeit und Erfolge als Komponist

Tomasz Skweres war Gewinner des Kompositionswettbewerbes der Franz Josef Reinl Stiftung, zweimaliger Gewinner des Kompositionswettbewerbes für das Auftragswerk des Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerbes in Wien (2006 Streichquartett, 2009 Klaviertrio) und Preisträger beim Internationalen Kompositionswettbewerb der Deutschen Hochdruckliga sowie beim Internationalen Kompositionswettbewerb „Srebrna Szybka“ in Krakau (Polen) und Finalist des Kompositionspreises der Talentenbörse, organisiert von dem Sender Ö1 . Er erhielt Förderpreis der Theodor Körner Fonds und Stipendien der Schweizer Thyll-Dürr Stiftung, Östereichischen Kulturministeriums (Startstipendium 2010) und  der Czibulka-Stiftung. Kompositionsaufträge u.a von Wien Modern, Apollon Musagete Quartett,   Thyll-Dürr Stiftung, Reconsil Ensemble, Ensemble Wiener Collage, Platypus Verein für Neue Musik, Verein Snim. Seine Werke wurden beim Festival Wien Modern, Festival Biennale Bern, Festival Klangspuren, Musikalischer Sommer in Ostfriesland, Festival Goslar Harz,  Festival Komponistenmarathon (Wiener Konzerthaus), im Brahmssaal des Wiener Musikvereins, im Münchner Gasteig, im Trafo Theater (Budapest), in Guangzhou Xinghai Concert Hall (China), in Teatro Universitario de la BUAP in Puebla (Mexico) in der Alten Schmiede (Wien) uraufgeführt und von Radiosender wie Ö1,  Radio Stephansdom, ABC Classic FM (Australien) und Frecuencia Universitaria (Mexico)übertragen. Der Sender Ö1 und Radio Stephansdom habe Komponistenportraits über Tomasz skweres ausgestrahlt. Seine Werke werden beim Verlag Doblinger verlegt. Tomasz Skweres ist Mitglied des ÖKB (Österreichischer Komponisten-Bund), der IGNM und der ÖGZM. Einige Interpreten der Werke von Tomasz Skweres: Apollon Musagete Quartett, Meta4 Stringquartet, Minetti Quartett, Quatuor Voce, Quartetto Quiroga, Reconsil Ensemble, Ensemble Wiener Collage, Ensemble Lux, Platypus Ensemble, Lichtental Trio, Trio Image, Trio Atanassow, Duo Kokits-Gebert, Duo Souflee, Orquestra Philharmonica da UFPR , Prof. Ernst Kovacic (Klangforum Wien, Prof. an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien), Xiauming Wang (Konzertmeister des Opernhauses Zürich), Hibiki Oshima (Stimmführerin der 2.Violine in der Hamburger Philharmoniker)…

Tätigkeit und Erfolge als Cellist

Seit 2012 Solocellist des Philharmonischen Orchester Regensburg. 2009-2011 Cellist beim Radiosymphonie Orchester Wien.

Als Cellist des Hibiki Quartetts ist Tomasz Skweres Preisträger des Internationalen Kammermusikwettbewerbes Gaetano Zinetti in Verona (2. Preis und Spezialpreis), des Gradus ad Parnassum Wettbewerbes in Wien und des Residenzwettbewerbes der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er war auch Stipendiat der Herbert von Karajan Stiftung. Er trat mit dem Ensemble im Wiener Konzerthaus (Schubertsaal), Wiener Musikverein , in Teatro Palamostre di scena in Udine und bei dem RNCM Chamber Music Festival in Manchester auf. Tomasz Skweres ist auch ein aktiver Interpret im Bereich der neuen Musik. Er ist Mitglied des Platypus Ensembles und wirkte bei dem Ensemble Phace und dem Ensemble Reconsil mit. Als Solist spielte er mit dem ÖGZM-Symphonischen Orchester,  Orquestra Philharmonica da UFPR und dem Phidias Ensemble.

 

Szymon Marciniak Foto © Karsten Gleich
Szymon Marciniak © Karsten Gleich
Szymon Marciniak | Kontrabass

Szymon Marciniak gehört zu den führenden Kontrabass-Virtuosen seiner Generation. 1983 geboren in Polen, hat er seine Studien an den Hochschulen in Düsseldorf und Maastricht mit Auszeichnung abgeschlossen. Er tritt als Solist und Kammermusiker mit namhaften Musikern und Orchestern weltweit auf, seine solistische Konzerttätigkeit führte ihn in mehrere Länder Europas wie auch nach Kanada und in die USA. 2012 erschien seine Debüt-CD mit den gesamten Sonaten und Miniaturen von Adolf Mišek (1875-1955), wofür er das Lob der Kritiker der namhaftesten Musikzeitschriften wie The Strad oder Fanfare bekam.

2007-2013 war Szymon Marciniak Solo-Kontrabassist des Residentie Orkest in Den Haag. Weiterhin ist er mit den renommiertesten Orchestern und Ensembles wie dem Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, Concertgebouw-Orchester Amsterdam, Philharmonia Orchestra, BBC Orchestra of Wales, BBC Philharmonic Manchester, Amsterdam Sinfonietta, Ensemble Modern, Münchener Kammerorchester und Spira Mirabillis aufgetreten. Szymon Marciniak ist Mitglied des New European Ensemble, das sich auf die Musik des 20. Und 21. Jahrhunderts spezialisiert hat. Eine Duo Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem holländischen Pianisten Yoram Ish-Hurwitz (Duo 2BASE).

Seit Herbst 2013 ist Szymon Mitglied der Bass Monsters, ein Kontrabass-Quartett, das Rock Klassiker auf den Kontrabässen neu hören lässt. Einige Komponisten wie Jürg Baur (1918-2010) und Chiel Meijering (geb.1954) widmeten Szymon ihre Werke.

Szymon Marciniak ist ebenfalls als Lehrer aktiv. 2011-2013 unterrichtete er am Conservatorium in Groningen (NL) und gibt regelmäßig Meisterkurse in verschiedenen europäischen Ländern.

www.szymonmarciniak.info

Wolfram König
Foto © Karsten Gleich
Wolfram König | Violine

Wolfram König hat als Solist und Kammermusiker in ganz Europa, Asien, USA und Afrika konzertiert sowie Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen produziert. Er war Professor an der Chinesischen Kulturuniversität Taipeh, der Musashino Musikakademie in Tokio, der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und lehrt jetzt am Prayner Konservatorium für Musik und dramatische Kunst in Wien. Viele seiner Schüler sind erfolgreiche Solisten, Kammermusiker und Mitglieder bedeutender Orchester in Europa, Japan und den USA. Wolfram König ist der Begründer und Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Sein neuestes Buch mit Begleit-DVD ist soeben erschienen.