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KAMMERKONZERT: "Alla Zingarese"

Anna M Kokits | Foto © Amarilio Ramalho
Anna M Kokits | Foto © Amarilio Ramalho
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Backemoor | Kirche

27. Juli 2015
20:00 Uhr

Programm

Ludwig v. Beethoven Sonate für Horn & Klavier
MARTIN ROOS Horn | ANNA MAGDALENA KOKITS Klavier

George Enescu Sonate für Klavier und Violoncello op. 26 Nr. 2 in C-Dur (1935)
RUDOLF LEOPOLD Violoncello | RALUCA STIRBAT Klavier

Johannes Brahms Klavierquartett g-Moll op. 25
DOREN DINGLINGER Violine | PETRA WOLFF Viola | RUDOLF LEOPOLD Violoncello | ANNA MAGDALENA KOKITS Klavier

Zum Konzert

Als Johannes Brahms seinem Freund Joseph Joachim 1861 das g-Moll-Klavierquartett mit dem Rondo alla Zingarese sandte, konstatierte der gebürtige Ungar, Brahms habe ihm auf seinem eigenen Territorium „eine ganz tüchtige Schlappe versetzt”. Brahms wählte später für sein Debut als Komponist und Pianist in Wien eben dieses Quartett, da er um die Popularität der ungarisch inspirierten Zigeunermusik in der Donaumetropole wusste. Arnold Schönberg, der das Quartett viele Jahre später für Orchester setzte, äußerte über das Hauptthema des 1. Satzes: „Leider nicht von mir!”

kultureller Streifzug

Garten Dr. Diddens in Esklum – Besichtigung
Das Gelände der ehemaligen Esklumer Dorfschule (1954) wurde ab 1989 von Familie Diddens völlig neu gestaltet. Auf einem großen Grundstück von 4.500 qm erlebt man eine kunstvolle Gartengestaltung unter Einbeziehung der Hammrichlandschaft mit überraschenden Ein- und Ausblicken und einem üppigen Gemüsegarten, etlichen Rosensorten, Teichanlagen und in Form geschnittenen Gehölzen.

Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr
Treffpunkt: Garten von Familie Diddens, Esklumer Straße 42, 26810 Esklum

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Raluca Stirbat © Nicolae Alexa
Raluca Stirbat © Nicolae Alexa
Raluca Stirbat | Klavier

Raluca Stirbat wurde in der im Nordosten Rumäniens liegenden Universitätsstadt Ia?i geboren und gehört heute nicht nur zu den herausragendsten Vertreterinnen der jungen rumänischen Klaviergeneration, sondern kann bereits auf große internationale Erfolge verweisen. Mit ihrer brillanten Technik und einer außerordentlich reichhaltigen Palette an Klangfarben, die sie meisterhaft zu verbinden weiß, hat sie sich einen hohen künstlerischen Stellenwert erarbeitet. Als Kernstück ihrer Interpretationen bezeichnet Raluca Stirbat die Herausarbeitung der im Werk versteckten dramaturgischen Gestalt. Ausgestattet mit großem Temperament, außerordentlicher Stilsicherheit und technischer Bravour entwickelt sie Interpretationen voller Energie und natürlicher Ausdruckskraft.

Schon mit sechs Jahren nahm sie Klavierunterricht am Musikgymnasium ihrer Heimatstadt, um bereits mit zehn ihr Debüt als Konzertpianistin mit Joseph Haydns Klavierkonzert in D-dur zu feiern. Ab diesem Zeitpunkt galt Raluca Stirbat als Wunderkind und trat mit allen wichtigen Orchestern Rumäniens (u. a. George Enescu Philharmonie und Rundfunk-Sinfonieorchester) und im Ausland auf. Nach einem Studienjahr an der Musikakademie George Enescu in Ia?i ging sie 1994 an die Musikuniversität Wien, um bei Prof. Jürg von Vintschger zu studieren, wo sie als Magister Artium im Klavier-Konzertfach abschließt. Bald öffnen sich ihr die Pforten großer und wichtiger Konzerthäuser (Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Stefaniensaal in Graz und Mozarteum Salzburg). Stipendien und Förderungen, unter anderen von der Beethovengesellschaft, der Martha Sobotka-Janaczek Stiftung und dem Rotary Club (Wien), der Nippon Foundation (Tokio) und der Madeleine Blaireville Stiftung (Schweiz) unterstützen ihr Talent auf seinem künstlerischen Weg. Darüber hinaus nahm Raluca Stirbat an Meisterkursen namhafter Künstler wie Murray Perahia, Hans Leygraf, Lory Wallfisch, Marek Drewnowski und Aquiles Delle Vigne teil. Wichtige Impulse bekam sie zudem von Avedis Kouyoumdjian, Johannes Meissl, Teresa und Rudolf Leopold (Kammermusik), David Lutz (Liedbegleitung) und Rainer Keuschnig (moderne und zeitgenössische Klavierliteratur).

Raluca Stirbat wurde mehrfach bei nationalen und internationalen Wettbewerbe als Preisträgerin ausgezeichnet. So gewann sie Die goldene Lyra im Ciprian Porumbescu Wettbewerb in Suceava, Rumänien (wo sie als Jurymitglied eingeladen wurde), den Virtuosi per musica di pianoforte Wettbewerb in Usti nad Labem, Tschechien, den Sanremo Classico in Sanremo und den Stefano-Marizza-Wettbewerb in Triest, Italien. Die Liste ihrer künstlerischen Tätigkeit als Solistin und Kammermusikpartnerin ist ebenso beeindruckend wie die zahlreichen Konzerte mit Orchester, die Raluca Stirbat auf Tourneen durch ganz Kontinentaleuropa sowie in Großbritannien, Zypern, Tunesien, der Türkei, Marokko, Singapur, im Iran führen und sie zum gern gesehenen Gast diverser Festivals machen, darunter die Wiener Festwochen, Pianoforte a Bellinzona und Menhir-Falera (Schweiz), Enescu – Orfeul Moldav in Tescani, Dinu Lipatti in Kronstadt, Festival der Rumänischen Musik und Fête de la musique in Ia?i, Europäisches Festival der Künste in Suceava (Rumänien), Joseph Hoffman in Na??czów (Polen), Herbstfestival in Budapest und Szeged (Ungarn), Thracia Summer in Plovdiv (Bulgarien) und Karthago Musikfestival (Tunesien).

Ihr internationales Renommee wird nicht zuletzt durch zahlreiche Tonträger-Einspielungen unterstrichen, wie etwa Enescus Sonate op. 24 Nr. 1 in fis-Moll und Liszts Fantaisie romantique sur deux mélodies suisses (S. 157) für das Schweizer Radio DRS oder die Klavierkonzerte Nr. 2 in f-Moll von Chopin und Nr. 19, KV 459 in F-Dur von Mozart bei Music Minus One (Vereinigte Staaten), sowie als Kammermusikpartnerin das Klaviertrio op. 4 von Pancho Wladigeroff  beim Hungaroton Studio in Budapest oder die Sept poésies pour violon et piano von Ursula Bagdasarjanz beim Schweizer Music-Label VDE-Gallo. Außerdem hat sie alle Lieder George Enescus in Zusammenarbeit mit dem ORF eingespielt (mit Leontina Vaduva, Ileana Tonca, Mihaela Ungureanu, Laura Tatulescu, Sorin Coliban).

Anlässlich des 130. Geburtstags von George Enescu ist im Frühjahr 2011 ein neues Solo-Album bei dem renommierten österreichischen Music-Label Gramola erschienen. Die Platte beinhaltet Werke von George Enescu, Constantin Silvestri, Paul Constantinescu und Sergej Rachmaninoff. Zusätzlich beschäftigt sich die Pianistin intensiv auch auf dem pädagogischen (im Rahmen des Gustav-Mahler-Konservatorium in Wien) und musikwissenschaftlichen Gebiet (u.a. schreibt sie derzeit an ihrer Dissertation mit dem Titel Das Klavierwerk von George Enescu) und wird vermehrt zu internationalen Symposien eingeladen. Im August 2011 hat Raluca Stirbat die Internationale George Enescu Gesellschaft in Wien ins Leben gerufen, die bezweckt, das Schaffen und Wirken des in Wien und Paris ausgebildeten rumänischen Komponisten George Enescu in breitesten Kreisen zu pflegen, zu fördern und weiter zu erforschen. Außerdem zielt die Gesellschaft auf die Förderung anderer rumänischer und österreichischer Komponisten, insbesondere moderner und zeitgenössischer Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, ab.

2013 erschien bei Gramola ein neues Solo-Album von Raluca Stirbat, das zwei wichtige Erstveröffentlichungen auf CD beinhaltet: die Klaviersuite Joujoux pour Ma Dame op. 7 von Mihail Jora und die erste Aufführung nach dem Originalmanuskript von George Enescus Pièces Impromptues op. 18.

Raluca Stirbat hat im Januar 2013 die internationale Kampagne Operation Village Enescu – Save Enescu’s Memorial House in Mih?ileni (Boto?ani, Romania) initiiert, die es sich zur Aufgabe macht, das Haus, in dem der rumänische Komponist viele Jahre seiner Kindheit, Jugend und Reife verbrachte und zahlreiche seiner Meisterwerke niederschrieb, durch seinen Wiederaufbau zu retten. Für ihre besonderen künstlerischen Leistungen sowie für ihr soziales Engagement wurde Raluca Stirbat im März 2013 vom Innenministerium der Republik Österreich zum Integrationsbotschafter ernannt. Im November 2014 wurde Raluca Stirbat die Ehrenmitgliedschaft der Pro Patrimonio Gesellschaft in Rumänien verliehen.

Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold | Violoncello

Rudolf Leopold wurde in Wien geboren und studierte an der Wiener Musikhochschule bei Richard Kortschak und Tobias Kühne. Daneben betrieb er auch ein Klavier- und Kompositionsstudium. Als Mitglied des Franz-Schubert-Quartetts (1974 bis 1983) festigte er international seinen Ruf als Cellist.

1983 bis 1990 war Rudolf Leopold Dozent für Kammermusik an der Wiener Musikhochschule, danach trat er eine Stelle als ordentlicher Professor an der Kunstuniversität in Graz an. Er war bis zu seiner Auflösung im Jahr 2000 Mitglied des weltberühmten Wiener Streichsextetts, mit dem Rudolf Leopold Tourneen in ganz Europa, in die USA und nach Japan unternahm und auch zu den Salzburger Festspielen und zum Edinburgh Festival eingeladen wurde.

Er wirkte lange Zeit in Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien mit und war und ist nebenher auch als Solist erfolgreich tätig. Als solcher hat er neben selten gespielten Cellokonzerten, wie z. B. jenen von Monn, Enescu und Dohnányi, schon einige moderne Werke mit Orchester uraufgeführt. Eine seiner großen Lieben gilt auch der Kammermusik, der er in verschiedensten Besetzungen und mit prominenten Partnern und überall auf der Welt frönt. Rudolf Leopold spielt auf einem italienischen Cello aus dem Jahre 1679, dessen Boden von Andrea Guarneri stammt.

Quelle: styriarte.com

Petra Wolff © Karsten Gleich
Petra Wolff © Karsten Gleich
Petra Wolff | Viola

Petra Wolff erhielt mit acht Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Nach einigen Auszeichnungen im Wettbewerb „Jugend musiziert“ studierte sie zunächst bei Prof. Helga Thoene an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und beendete dann in Trossingen bei Prof. Wolfram König mit einem Künstlerischen Abschluss ihr Violin-Studium. Wolfram König animierte sie, auch das Bratschenspiel zu erlernen. So erweiterte sich zunehmend die Palette ihrer musikalischen Betätigungsfelder. Sie war Mitglied des Bundesstudentenorchesters, des Lamberti-Quartettes mit ihrem Lehrer, des Onyx-Ensembles mit z.B. Dimitri Ashkenazy und musizierte im Festival „Musikalischer Sommer in Ostfriesland“ mit Mitgliedern des Trio Parnassus, Ja-de-Quartett, Faust-Quartett, Prof. Akio und Rie Koyama, Ovidiu Badila, Philippe Graffin, Sebastian Hess, Iwan und Franziska König, Prof. Chen Halevi, Stephan Schmidt, u.v.a.
2002 begann sie unter Johannes Goritzkis Leitung, in der Deutschen Kammerakademie Neuss zu spielen, von der sie über mehrere Jahre ein Stipendium erhielt. Sie wirkte an CD-Produktionen der letzten Jahre mit und hatte diverse auch solistische Auftritte mit diesem Or-chester, z.B. während einer Südamerikatournee in Buenos Aires und im Mozarteum Salzburg. Zurzeit spielt sie dort als Stimmführerin der 2. Geigen. Die Arbeit mit Ralf Gothoni, Johannes Goritzki, Reinhard Goebel, Andreij Boreiko, Lev Markiz und Lavard Skou-Larsen hatte großen Einfluss auf ihr Spiel.
Außerdem widmete sie sich einige Jahre im Ensemble „Operassion“ dem „Tango nuevo“ von Astor Piazolla in Quintett-Besetzung und spielte auf den Ludwigsburger Schlossfestspielen und zur Eröffnung des neuen Kammermusiksaales in Seoul.
Petra Wolff beschäftigt sich zunehmend auch mit der Historischen Aufführungspraxis und scheut sich nicht, ständig zwischen moderner Geige und Bratsche und Instrumenten in alter Mensur zu wechseln.
Als Orchestermusikerin wird sie deutschlandweit regelmäßig engagiert und parallel dazu unterrichtet sie an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen e.V. erfolgreich Geige und Bratsche.

Martin Roos © Musikalischer Sommer in Ostfriesland
Martin Roos © Musikalischer Sommer in Ostfriesland
Martin Roos | Horn

In der Zentralschweiz geboren studierte Martin Roos in seiner Geburtsstadt Luzern bei Jakob Hefti, danach in Dresden bei Professor Peter Damm und an Meisterkursen u.s. mit Hermann Baumann, Radovan Vlatkovic und Karl Biehlig das Horn. An der scola cantorum basiliensis lernte er Naturhorn bei Thomas Müller.
Martin Roos ist heute freischaffend tätig  als Kammermusiker  und Gast bei führenden Ensembles der alten Musik wie dem Freiburger Barockorchester, les Amis de Philippe, l`Orchestre des Champs- Elysées und capriccio basel. Er war langjähriger Solohornist der basel sinfonietta.
Ergänzend dazu übt er eine umfassende pädagogische Tätigkeit aus.
Das Alphorn lernte er  in seiner ursprünglichsten Art in seiner Heimat kennen um dann aber schnell eigene Wege zu gehen und das Instrument einem anderen Publikum mit grosser Freude vorzustellen.
Erster Soloauftritt mit der Sinfonie “Urschweiz” von Caspar Diethelm in Luzern, danach Reise nach Südafrika mit dem ersten Konzert für Alphorn und Orchester von Jean Daetwyler.
Seither rege Tätigkeit als Solist u.a.. mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz unter der Leitung von Peter-Lukas Graf, dem Bieler Sinfonieorchester mit der Uraufführung von Jost Meiers “Alphornklänge” am Fest der Künste in St. Moritz und am Festival Alpentöne in Altdorf und dem Berner Sinfonieorchester zur Eröffnung des Neuen Bundesplatztes in Bern.
2005  National Symphonie Orchestra in Peking: Uraufführung von  “Eurasia” von Jost Meier.

Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits | Klavier

Anna Magdalena Kokits wurde 1988 in Wien geboren. Ersten Klavierunterricht bekam sie im Alter von vier Jahren und fand schon wenige Jahre später in Alejandro Geberovich (*1948 Buenos Aires) ihren idealen Lehrer und Mentor, bei dem sie 2013 ihre Studien an der Konservatorium Wien Privatuniversität abschloß. Als Preisträgerin

zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe zog sie bald Aufmerksamkeit auf sich und konzertierte schon in jungen Jahren als Solistin mit Orchestern wie dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich und den Moskauer Virtuosen. Neben der Verfolgung ihrer Solokarriere, die sie rasch zu einem gern gehörten Gast bei Festivals in vielen Ländern Europas machte, entdeckte sie schon früh ihre Liebe zur Kammermusik: von 2007 bis 2014 war der Cellist Alexander Gebert ihr Duopartner, mit dem sie regelmäßig Konzerte im Wiener Musikverein gab – diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist auch auf einer 2015 erscheinenden CD dokumentiert. Daneben konzertiert sie mit renommierten Musikerkollegen wie Dimitri Ashkenazy, Eduard Brunner, Chen Halevi, Lars Wouters van den Oudenweijer, Herbert Kefer, dem Bennewitz Quartett u. a.

Die Pianistin engagiert sich konsequent für zeitgenössische Musik und arbeitet eng mit den Komponisten Richard Dünser, Tomasz Skweres, Helmut Schmidinger, Thomas Larcher, Christoph Renhart und Lukas Haselböck zusammen.

Außerdem widmet sich Anna Magdalena Kokits neben dem Standardrepertoire mit besonderem Interesse auch unbekannten oder vergessenen Werken: So arbeitet sie derzeit etwa an der Ersteinspielung sämtlicher Klavierwerke von Ernst Toch (1887-1964) sowie an einer zur Gänze Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) gewidmeten CD.

www.annamagdalenakokits.com/